Projekt bau1haus

Voss, Jean Molitor, Kalender 2017   Voss, Molitor, Wandkalender 2017

WANDKALENDER 2017
Jean Molitor. bau1haus – Die Moderne in der Welt 2017

Mit seinen kühnen und sachlichen Entwürfen hinterließ das Bauhaus Spuren in aller Welt. Ob im Herzen Afrikas, in Asien, Amerika oder Europa: Der Berliner Fotograf Jean Molitor geht seit Jahren auf die Suche, um sie zu entdecken. Seine jährlich erscheinenden Kunst-Kalender tragen ein stückweit dazu bei, die Bauten der frühen Moderne wieder in das Bewusstsein zu rücken und vor dem Vergessen zu bewahren. Mit Textbeitrag von Dr. Kaija Voss!

Preis: € 24,95 – in München exklusiv bei buch&töne – Weißenburger Straße 14, 81667 München, Tel.: 089 – 44 10 94 76 – Mail: info@buchundtoene.de

 

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Jean Molitor / Kaija Voss
Projekt bau1haus
100 Jahre Bauhaus 2019
Architektur der Klassischen Moderne weltweit

VORSTELLUNG – BESCHREIBUNG

Im Jahr 2019 feiert das Weimarer Bauhaus sein hundertjähriges Bestehen, besser, seinen 100. Geburtstag, denn die Ideen der wichtigsten und einflussreichsten Gestaltungshochschule des 20. Jahrhunderts leben weiter. Für den Fotografen Jean Molitor und die Architekturhistorikerin Dr. Kaija Voss ist das Bauhaus zentrales Element innerhalb einer epochemachenden internationalen Bewegung in Architektur, Kunst und Design, die aus dem Jugendstil in die Klassische Moderne führt. Bauhaus-Ästhetik und Funktionalität sind bis heute allgegenwärtig und in der Architektur weltweit zu finden. Globale Verbindungen sichtbar zu machen, ist ein Ziel des großen Projektes bau1haus.

Angefangen hat das Projekt bau1haus 2009 im Osten Afrikas. Mit finanzieller Unterstützung der Botschaften von Frankreich und Deutschland fotografiert Jean Molitor in Bujumbura, der Hauptstadt von Burundi. Daraus entsteht eine erste Ausstellung in Burundi, die für großes Interesse auch seitens der burundischen Politik sorgt. Molitor muss in Afrika allerdings auch erfahren, dass jene Architektur in großem Stile vernichtet wird, durch internationale Investitionen oder die Vernachlässigung in tropischem Klima. Durch die fotografische Dokumentation, ihre Erforschung und Beschreibung werden die Bauten zwar vor dem Vergessen bewahrt, oft ist ihr Verfall nicht weit entfernt. “Ich verstehe meine Arbeit als Wettlauf gegen die Zeit”, beschreibt Molitor die Dringlichkeit. Passend dazu auch die Art der Fotografie. Mit einem extrem nüchternen Blick, ausgelöst von einer leicht erhöhten Position, hält Jean Molitor, der künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert hat, die Architektur fest. Mess-Bildtechnik nennt er sein Verfahren mit Verweis auf historische Vorbilder. Die Häuser wirken auf den Fotos gleichermaßen strahlend und erhaben, nur selten sind Menschen auf den Abbildungen zu sehen. Die Ästhetik der Architektur steht damit im Mittelpunkt.  
Dr. Kaija Voss, Projekt bau1haus, München, Tela, Post

München, Tela-Post, Tegernseer Landstraße

 

Seit 2016 bekommt der Berliner Fotograf wissenschaftliche Unterstützung durch die Architekturhistorikerin Dr. Kaija Voss. Die bei München lebende Autorin hat an der heutigen Bauhaus-Universität Weimar Architektur studiert.

Die künstlerischen Arbeiten von Jean Molitor werden ergänzt durch eine wissenschaftliche Basis, einbezogen werden die Biografien von Architekten, ihre Verbindungen untereinander, die Entstehungsgeschichte der Bauten und ihre konstruktiven Merkmale.

Mit Texten und Vorträgen will Voss den Fokus auf die Architektur der Moderne und das Projekt bau1haus lenken. Das Motto ihrer Arbeit als Dozentin lautet “Architektur: Sehen lernen!” und das ist eine wesentliche Intention des Projektes bau1haus. Die Fotoausstellung wird dort hingehen, wo die Menschen schon jahrzehntelang mit ihren Architekturschätzen leben, sich dessen aber vielleicht nicht immer bewusst sind. Nahezu überall gibt es überraschende Spuren der Bauhaus-Architektur: in Argentinien, Burundi, Chile, Indien, Israel, Kambodscha, Kuba, aber auch in München, Stuttgart, Jena oder Berlin.

Dr. Kaija Voss, Projekt bau1haus, München

München, Versuchssiedlung, Arnulfstraße

  Der Katalog der Arbeiten von Jean Molitor wächst täglich. Der Fotograf der Bauhaus-Ästhetik ist stets auf der Suche nach dem perfekten Bild. Schon jetzt gibt es hochwertige Fotografien aus über 25 Ländern. “Ich möchte mit bau1haus zeigen, wie wirkmächtig das Bauhaus und ähnliche Strömungen auf der ganzen Welt waren. Mein Ziel ist ein weltweites Fotoarchiv dieser Gebäude”, sagt der Berliner Fotograf.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Architektur-Ikonen und Weltkulturerbe wie die Dessauer Meisterhäuser. Molitor und Voss wollen die Zeugnisse eines internationalen Zeitgeistes gerade auch in ihrer Alltäglichkeit dokumentieren: Tankstellen, Bootshäuser, Krankenhäuser, Kinos, Wohnanlagen und Fabrikgebäude.

Die Ergebnisse ihrer Arbeiten sollen anlässlich des Bauhausjubiläums 2019 in einer weltweiten Wanderausstellung bzw. in mehreren Satellitenausstellungen präsentiert werden. Über Webcams soll eine Vernetzung der einzelnen Standorte und somit eine Gleichzeitigkeit in der Präsentation erreicht werden. Begleitet wird die Ausstellung durch Vorträge und Buchpublikationen, durch Presseartikel und Filme. Ebenso sind Interviews mit Zeitzeugen und Diskussionen zur aktuellen Baukultur in Vorbereitung.

Die Anfänge der Moderne gehen wesentlich von Deutschland aus. Die Suche nach internationalen Kooperationspartnern ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Molitor/Voss. Eine weltweite Ausstellung mit Fotografien von Bauten der Moderne würde den Focus von Deutschland aus auf die Welt und wieder zurück zum Bauhaus richten, als internationale kulturelle Zusammenarbeit.

Nicht nur das historische Bauhaus soll dabei im Mittelpunkt stehen, die Ausstellung wird zudem ein wichtiger Beitrag zur Vermittlung eines aktuellen Bildes von Deutschland und seiner Baukultur sein. Das Interesse an der Erfassung und Präsentation jenes Kulturgutes Architektur wird weit über das Jubiläum hinausreichen.

 
Dr. Kaija Voss, Projekt bau1haus, München, Post, Goetheplatz

München, Post, Goetheplatz

 

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